Elisabeth Chatel

Für eine pragmatische Soziologie des Curriculums - Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in französischen Mittelschulen seit 1966

Wie werden die schulischen Inhalte festgelegt? Die Einführung neuer Lehr- und Lerngegenstände im Unterricht erfolgt nicht von selbst. Um neue Inhalte und Wissensbestände in der Schule und im Unterricht zu verankern, reichen bildungspolitische Entscheide nicht aus, vielmehr müssen sie sich entwickeln. Dazu sind gegenstandsbezogenen Diskussionen notwendig, die von unterschiedlichen sozialen Gruppen geführt werden, die direkt oder indirekt von den schulischen Inhalten und Zielen betroffen sind.

Der Vortrag zielt darauf ab, die Einführung eines neuen Gegenstandsbereichs, der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, an den französischen Mittelschulen darzulegen und zu analysieren sowie dessen Entwicklung nachvollziehbar zu machen. Dazu stützt sich die Referentin auf die Theorie der pragmatischen Soziologie und zeigt am Beispiel der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften auf, wie dieser theoretische Rahmen beitragen kann, um den Prozess der Festlegung schulischer Inhalte besser verstehen zu können.

Kurzbiografie